Funktion und Aufbau von Bibliotheks- und Archivsystemen
Datenvisualisierung
Am Anfang der virtuellen Vorlesung am 03.04.2020 haben wir uns einige aktuelle Beispiele wie Tagesspiegel und John Hopkins im Hinblick auf die Datenvisualisierung angeschaut und kommentiert. Wie die Autorin “Cole Nussbaumer Knaflic” in ihrem Buch Storytelling mit Daten schreibt, sollten einige Vorüberlegungen gemacht werden, bevor die Daten visualisiert werden. Auf die W-Fragen wem, was, wie und wann sollte eingegangen werden. Wie kann die Aufmerksamkeit des Publikums gewonnen werden und welche Emotionen werden die Daten auslösen? Und wird der Kontext meiner Datenvisualisierung richtig vermittelt? Welche Diagramme oder Abbildungen sind für welche Fragestellungen geeignet? Und weitere Fragen müssen beantwortet werden, bevor es losgeht. Daten sollten so visualisiert und dargestellt werden, dass die Geschichten beim Publikum gut ankommen können.
Koha
Das Bibliotheksystem Koha kannte ich vorher nicht, aber das ist ein weltweit bekanntes und skalierbares System, an dem vielen Akteure wie Bibliotheken und Unternehmen beteiligt sind. In der Schweiz bekannt ist Aleph und da aufgrund des neuen Projektes SLSP das Programm ALMA eingesetzt wird, ist auch ALMA bekannt geworden. Durch die Einführung in der Vorlesung haben wir einen Überblick über den technischen Hintergrund des Programms erhalten. Jetzt kann ich besser nachvollziehen, wie man Statistiken erstellen oder gewisse Abläufe wie Mahnungen stornieren kann. Durch ein in Kategorien geteiltes Staff Interface erhält man einen guten Überblick über die Abläufe. Es gibt nützliche Information auf der Koha-Webseite und auch ein Handbuch Koha-Webseite und Tutorials. Ich denke, wenn man keine praktische Erfahrung mit der bibliothekarischen oder archivarischen Arbeit hat, wird es ein bisschen schwierig, das ganze System zu verstehen.
Metadatenstandards MARC21 und Dublin Core
Die Metadatenstandards sind für die Information und den Datenaustausch von Bedeutung, damit die verschiedenen Systeme doch miteinander arbeiten können. Das beschleunigt den Austausch und ermöglicht eine Strukturierung der Daten. Die Liste für die Metadatenstandards ist lang. Aber nicht alle haben sich etabliert oder grosse Massen erreicht.
Die beiden Metadatenstandards sind bekannt im Bereich Informationswissenschaft. Der Marc Standard ist im Bibliothekswesen bekannt und ermöglicht, die Daten maschinell zu repräsentieren und auszutauschen. Die aktuellste Version davon ist Marc21. Dublin Core ist durch das Internet entstanden, um den Datenaustausch im Internet strukturieren und beschleunigen zu können.
Gemäss DCMI wird Dublin Core wie folgt beschrieben:
“Der Dublin Core, ein Satz von fünfzehn generischen, weit verbreiteten Elementen - Schöpfer, Beitragender, Herausgeber, Titel, Datum, Sprache, Format, Thema, Beschreibung, Identifikator, Beziehung, Quelle, Typ, Umfang und Rechte - wurde erstmals bei einem Treffen 1995 in Dublin, Ohio, entworfen, um zunächst die Informationssuche in einem explosionsartig wachsenden Web durch die Einbettung einfacher, kartenkatalogartiger Metadaten in seine Seiten zu erleichtern. Eine vielfältige Gemeinschaft von Bibliothekaren, Technologen und Forschern schloss sich der in einer Reihe von lebhaften Workshops und Konferenzen verfolgten und verfeinerten Idee an, durch einen Kern gemeinsamer Semantik eine grobe Interoperabilität zwischen Sprachen und Disziplinen zu erreichen”
Für die Pflege und Entwicklung von Marc ist NDMSO zuständig und für Dublin Core ist DCMI zuständig.
Die Beispiele von Datensätzen sehen wie folgt aus:
Same record with MARC tags:
Nummer | Feld |
---|---|
020__$a | 978-3-86764-560-7 |
1001$a | Hahn, Oliver |
24510$a | Digitale Öffentlichkeiten |
250_$a | 1. Auflge |
260_$a | München |
300_$a | 300 Seiten |
520_$a | Zusammenfassung |
650_$a | Internet |
900_$a | 650.54 HAH |
The Dublin Core Metadata Element Set:
Nummer | Feld | Nummer | Feld | |
---|---|---|---|---|
1 | Title | 9 | Format | |
2 | Subject | 10 | Identifier | |
3 | Description | 11 | Language | |
4 | SCreator | 12 | Relation | |
5 | Publisher | 13 | Coverage | |
6 | Contributor | 14 | Rights | |
7 | Date | 15 | Source | |
8 | Type |
Marktüberblick Bibliothekssysteme
Unter einem Bibliothekssystem wird eine Datenbank verstanden, welche alle möglichen Geschäftsabläufe der bibliothekarischen Arbeit abbilden kann. Bekannte Abläufe für Bibliotheken sind Erwerbung, Ausleihe, Katalogisieren, Rechnungen etc. Auch ist die Liste für die Bibliothekssysteme sehr lang, aber nicht alle haben den gleichen Erfolg. In der Schweiz wird je nach Bibliothekstyp ein anderes System genutzt. Im Bereich Hochschul- und Zentralbibliotheken wird Aleph benutzt, aber bald wird dieses System von ALMA abgelöst. Beide Systeme gehören zur Firma ExLibris. Im öffentlichen Bereich kommen andere Systeme zum Einsatz. Einige bekannte werden nachfolgend aufgelistet:Winmedio Predata AG, Netbiblio , Axiell Arena, Aleph, SISIS-SunRise, ALMA, Koha.