Metadaten modellieren und Schnittstellen nutzen
Guten Morgen. Heute haben wir ein dichtes Programm bei Herrn Lohmeyer. Es handelt sich generell um die Modellierung der Metadaten (Rohstoffe für die Digitalisierung) und Suchmaschinen u.a auch Discovery Systeme. Wenn ich von den Überschriften ausgehe, sollten uns diese bekannt sein. Zuerst brauche ich zumindest ein Schweizer Frühstück (ein Stück Brot mit Butter und Konfi und dazu einen Kaffee) aber ich denke, das deutsche Frühstück wird nicht anders aussehen. Naja, die Uhr zeigt 8:10 Uhr, los gehts. Die virtuelle Vorlesung beginnt mit 12 Teilnehmer/innen, aber trotzdem fühle ich mich alleine in dieser virtuellen Welt. Herr Lohmeyer stellt die heutige Agenda vor. Wir beginnen mit offenen Fragen zum offenen und kostenlosen Werkzeug «OpenRefine» für die Metadatenmodellierung, was ursprünglich GoogleRefine war. Das ist für die Bearbeitung von tabellarischen Datenformaten wie CSV, TSV, XLS, XLSX, um zu reinigen, filtern, gruppieren, abgleichen, standardisieren etc. geeignet. Das Werkzeug scheint nützlich zu sein. Im Bibliothekwesen hört man oft von Metadatenmodellierung, aber wie und mit welchen Werkzeugen das gemacht wird, bekommt man nicht mit oder wir gehen dem auch nicht nach. Wir haben ja Informatiker/innen im Haus, deswegen sind wir ja froh, dass sie das für uns tun. Im Bibliothekswesen gibt es zahlreiche Bibliothekssoftwares (Alma, Aleph, Koha) mit unterschiedlichen Dateiformaten. Wir erfassen auch die Metadaten je nach Regelwerk (Kids, RDA) anders. Und wenn mal ein neues Projekt wie zum Beispiel SLSP entsteht, müssen halt die Metadaten zuerst bearbeitet, gereinigt, angepasst oder in ein anderes Format konvertiert werden. Deswegen sind solche Werkzeuge sehr nützlich, wobei nicht alles optimal bei solchen Werkzeugen sein muss. Z.B. das Userinterface oder komplexere XML-Dateien. Es gibt auch Werkzeuge, die zwischen verschiedenen Metadatenstandards wie Marc, Dublin Core, Moods, EAD etc. umwandeln oder konvertieren können. Diese sogenannten Crosswalks erleichtern die Interoperabilität und den Austausch von MetadatenSchemas. Eines von denen ist MarcEdit , welches die Bearbeitung von Marc-Datensätze ermöglicht.
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Die Marcformate sind im wissenschaftlichen Bibliotheksbereich bekannt (Aleph). Aber im Nachhinein stellen auch die Verlage wie Springer diese Datensätze zur Verfügung, um die Erschliessung zu vereinfachen. Zudem gibt es auch einige bekannte Austauschprotokolle für die Metadaten wie OAI-PMH, SRU. SRU und OAI, die auch bei Swissbib umgesetzt wurden.
Suchmaschinen und Discovery-Systeme
Die Suchmaschinen und Discovery Systeme spielen eine zentrale Rolle beim Auffinden der Inhalte und werden nach und nach intelligenter. Sie liefern nicht nur gesuchte Inhalte, sondern auch was noch interessant oder hilfreich sein könnte, wird von ihnen empfohlen. Es können mehrere Datenbanken hinterlegt werden, wodurch nach Inhalten gesucht werden kann. Anhand der Beispiele und Übungen von Open Ressources Solr und VuFind konnten wir heute ein Gefühl bekommen, wie sie im Hintergrund funktionieren, obwohl bei der Installation (Befehl kopieren) und andere Aktivitäten (Daten importieren) nicht alles reibungslos lief. Es wäre grundsätzlich effizienter und nützlicher, solche Werkzeuge in mehreren Semestern öfter zu testen.
Einen Überblick der bekannten Discovery-Systeme kann man über diesen Link erhalten. In der Schweiz dominiert Exlibris mit Aleph und auch später mit Alma im Hinblick auf das neue Projekt SLSP den wissenschaftlichen Markt der Disvovery-Systeme. Natürlich gibt es auch einige kritische Stimmen im Hinblick auf die Datenschutzdiskussionen. Auch im Bibliotheksbereich gibt es heikle Daten wie Benutzerdaten, die durch solche Projekte im Ausland landen. Die Firma Exlibris hat den Hauptsitz in Israel. Ähnliche Diskussionen finden statt, wenn unsere Daten in den USA, in Russland oder China landen, wo die Wahrscheinlichkeit nach Missbrauch hoch ist.
Heute war ein dichtes Programm und morgen geht es weiter. Aber ich habe einiges gelernt. Aber nicht vertieft leider, weil es nicht möglich ist, diese Werkzeuge in einem Tag in Griff zu bekommen, denke ich mindestens. Nichtsdestotrotz finde ich die Inhalte sehr nützlich und sie werden mir im beruflichen Leben hilfreich sein, wenn wir über solche Themen diskutieren. Übrigens ist es nicht einfach, wenn man einen Tagebuchbeitrag zwei Woche später nach schreibt. Ich musste wieder alle Inhalte durchgehen, was auch ein Lerneffekt haben kann.